Hohe Radonwerte im Keller senken: Praxisbeispiel aus einem ehemaligen Naturkeller
Hohe Radonwerte können sich durch ein auf das Gebäude abgestimmtes Sanierungskonzept deutlich senken lassen. Dieses Praxisbeispiel zeigt, wie Abdichtung, Radondrainage, zusätzliche Belüftung und aktive Absaugung durch einen Kunden schrittweise kombiniert wurden. Im Naturkeller lagen die Werte vor der Sanierung bei rund 2’000 bis 3’000 Bq/m³; die laufenden Sensoren erfassen dort heute 70 bis 90 Bq/m³.

Wie war die Ausgangslage vor der Radonsanierung?
Bei einem Einfamilienhaus aus dem Jahr 1939 sollte die Radonkonzentration gesenkt werden. Aus einem Naturkeller traten Messwerte von 2’000 bis 3’000 Bq/m³ in die angrenzenden Keller- und die darüberliegenden Wohnräume, weshalb dieser saniert werden sollte. Eine besondere Herausforderung war der teilweise unter dem Gebäude liegende Fels, der an einer Stelle in den Kellerraum hineinragte.
Welche Massnahmen wurden zuerst umgesetzt?
Im Erdreich wurde ein perforiertes Sickerrohr als Radondrainage verlegt. Darüber entstand eine neue Bodenplatte. Zusätzlich wurden die Boden-Wand-Anschlüsse abgedichtet und der in den Raum ragende Fels mit einem geeigneten Abdichtungssystem behandelt. Eine zusätzliche Belüftung ergänzte die baulichen Massnahmen. Die Drainage wurde zunächst passiv betrieben. Allein zeigte sie nicht die gewünschte Wirkung. Zusammen mit der zusätzlichen Belüftung sanken die Radonwerte auf etwa 500 bis 800 Bq/m³.
Wie wurden die Radonwerte weiter gesenkt?
Ziel des Kunden war, dass die Messwerte so niedrig wie möglich und vor allem unterhalb des Referenzwertes des BAG (300 Bq/m³) liegen. Deshalb wurde anschliessend unser Radonsauger RS400 mit Filterbox und Schalldämpfer installiert. Er saugt die Bodenluft über die vorhandene Drainage ab und führt sie kontrolliert ins Freie. Die Filterbox schützt das Gerät vor grobem Schmutz und Partikeln.



Welche Radonwerte werden heute gemessen?
Der Kunde überwacht die Radonkonzentration weiterhin kontinuierlich mit aktiven Radonsensoren. Die aktuell erfassten Werte liegen bei:
| Ehemaliger Naturkeller | 70–90 Bq/m³ |
| Übrige Kellerräume | 40–70 Bq/m³ |
| Erd- und Obergeschoss | 5–20 Bq/m³ |
Zudem fällt unserem Kunden auf, dass sich die Kellerluft seit der Installation frischer anfühlt und er die Lüftung mittlerweile auf einer niedrigeren Stufe laufen lassen kann.
Fazit: Radonsanierung muss zum Gebäude passen
Dieses Praxisbeispiel zeigt, dass hohe Radonwerte mit den richtigen Massnahmen deutlich gesenkt werden können. Welche Lösung sinnvoll ist, hängt unter anderem von der Bauweise, den Eintrittspfaden für Radon, den gemessenen Konzentrationen und der Nutzung der Räume ab. In diesem Naturkeller brachten Abdichtung, Drainage und Belüftung zunächst eine Reduktion. Anschliessend wurde die Drainage aktiv abgesaugt.
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