
Radon ist unsichtbar, geruchlos, geschmacklos und kommt natürlich im Boden vor. Gerade weil man es nicht wahrnimmt, halten sich rund um das Thema viele Mythen und Halbwahrheiten. Diese führen oft dazu, dass Risiken unterschätzt oder notwendige Messungen aufgeschoben werden. Nachfolgend ordnen wir die häufigsten Aussagen sachlich ein.
Erhöhte Radonkonzentrationen können sowohl in alten als auch in neuen Gebäuden auftreten. Entscheidend ist unter anderem die Bodenbeschaffenheit, die Bauweise und mögliche Undichtigkeiten – nicht das Baujahr.
Auch moderne, energieeffiziente Gebäude können betroffen sein. Dichte Gebäudehüllen reduzieren den natürlichen Luftaustausch und können dazu führen, dass sich Radon im Innenraum stärker anreichert.
Regelmässiges Lüften kann Radonwerte kurzfristig senken, bietet jedoch keine dauerhafte Lösung. Da Radon kontinuierlich aus dem Boden nachströmt, ersetzt Lüften weder eine Messung noch gezielte Massnahmen.
Risikogebiete weisen statistisch höhere Radonwerte auf. Dennoch können erhöhte Konzentrationen überall auftreten – auch ausserhalb ausgewiesener Gebiete. Eine Messung ist daher unabhängig vom Standort sinnvoll.
Kurzzeitmessungen liefern lediglich Momentaufnahmen. Da Radonwerte starken Schwankungen unterliegen, ist für eine verlässliche Beurteilung eine Langzeitmessung über mehrere Monate notwendig.
Radonkonzentrationen variieren je nach Jahreszeit, Wetterbedingungen, Nutzung des Gebäudes und Lüftungsverhalten. Genau deshalb sind langfristige Messungen entscheidend.
Radon kann über alle erdberührten Bauteile in ein Gebäude eindringen. Auch Gebäude ohne Keller können betroffen sein, etwa über Bodenplatten, Treppenhäuser oder Leitungsdurchführungen im Erdgeschoss.
Das Gesundheitsrisiko steigt mit Dauer und Höhe der Belastung. Dennoch gilt: Jede unnötig hohe Radonkonzentration sollte reduziert werden, da Radon als bedeutender Risikofaktor für Lungenkrebs anerkannt ist.
Radon ist wissenschaftlich eindeutig als gesundheitsschädlich eingestuft. Nationale und internationale Fachstellen bestätigen den Zusammenhang zwischen Radonbelastung und Lungenkrebs.
Aktive Messgeräte, welche die Radonkonzentration in Echtzeit erfassen und zusätzlich relevante Raumklimadaten wie Temperatur, Luftfeuchtigkeit oder CO₂ anzeigen, sind bereits ab rund 200 Franken erhältlich. Bei vom BAG anerkannten Langzeitmessungen mit Auswertung durch ein akkreditiertes Labor beginnen die Kosten bei rund 80 Franken.
Nicht jede Radonsituation erfordert aufwendige bauliche Eingriffe. Häufig lassen sich erhöhte Radonwerte bereits mit gezielten und technisch überschaubaren Massnahmen deutlich reduzieren. Welche Lösung im Einzelfall sinnvoll ist, hängt stets vom Gebäude und den Messergebnissen ab.
Der beste Schutz vor Radon ist Wissen und die Bereitschaft, frühzeitig Massnahmen zu ergreifen.
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